To The Boy Who Could Have Broken My Heart

Posted on Location:

Wir waren dazu bestimmt uns über den Weg zu laufen. Das erste Mal bist du mir in einem Club aufgefallen. Es gibt Unmengen an Clubs und Unmengen an Menschen in diesen Clubs. Aber, du bist mir aufgefallen. Mir ist außerdem aufgefallen, dass du mit einer Frau unterwegs warst. Das Interesse war also dahin.

 

Unsere Wege kreuzten sich am nächsten Wochenende wieder und dieses Mal, da wurde ich dir vorgestellt. Wir hatten uns nun tatsächlich durch eine Bekannte kennengelernt und ich merkte schnell: dieser Typ hat eine Freundin – aber nicht das Mädchen aus dem Club. Du hast also deine Freundin betrogen. Ich habe das auch im Laufe des Abends angesprochen, die Tatsache, dass ich davon nicht viel halte und wir konnten uns nicht leiden. Du warst nicht gut auf meine Ehrlichkeit zu sprechen und ich war weniger begeistert von deinem Charakter.

 

Und dann wurden wir irgendwie sowas wie Freunde. Diesen Moment kann ich noch genau festmachen. Ich trug ein glitzerndes ZARA-Top und war die absolute Niete im Bowlen. Welcher Mensch hat denn entschieden, dass Bowlen erlaubt ist – besonders für mich? Hätte ich zu Beginn des Abends gewusst, dass du auch kommen würdest, wäre ich wahrscheinlich Zuhause geblieben. Aber du warst dann irgendwann auch da und ich habe dich dazu genötigt für mich zu Bowlen. Immerhin sollte eine positive Sache aus dem Ganzen gezogen werden. Wir unterhielten uns und stellten jeweils fest: irgendwie bist du ja doch ganz cool. Besonders an diesem Abend warst du gesprächig, denn die Beziehung mit deiner Freundin hatte am Tag zuvor geendet.

Wir verbrachten den Abend dann also zu viert. Ein Pärchen und wir beide. Das führte dazu, dass wir mehr und mehr sprachen und im Club auch miteinander abhingen. Und dann, auf dem Nachhauseweg da hast du mich nach meiner Nummer gefragt. Das war der Start unserer Freundschaft. Du wolltest mehr und das hast du auch nicht verheimlicht. Ich hingegen wusste, dass es keine gute Idee war. Zumindest wusste ich das für eine Weile.

 

Gegenüber dir hatte ich nur selten ein Blatt vor den Mund genommen.

 

 

Und die Monate vergingen und irgendwann… da gab ich nach. Du warst schüchtern und wusstest, dass ich mir nicht alles gefallen lasse. Gegenüber dir hatte ich nur selten ein Blatt vor den Mund genommen. Ich sagte dir direkt was ich von manchen Sachen hielt die du so gemacht hast. Und ich sagte dir auch, dass ich kein Fan davon bin und mit dieser Welt nichts am Hut habe.

 

Das letzte Mal habe ich dich an deinem Geburtstag gesehen. Du hattest Wochen zuvor immer und immer wieder gesagt, dass ich dabei sein soll. Und das war ich dann auch. Es war zwar einer dieser Nächte, an welchen ich zu tief ins Glas geschaut hatte… aber ich wusste dennoch was abgelaufen war. Ich habe deine Nummer gelöscht und nie wieder etwas von dir gehört.

 

Manchmal, da vermisse ich unsere Freundschaft. Ich konnte mit dir über alles sprechen und du hast mich nicht verurteilt und wir hatten einfach Spaß. Ich frage mich, ob ich nicht hätte einfach standhaft bleiben sollen. Doch, diese Begegnung war seit der ersten Sekunde nicht für eine Freundschaft ausgelegt. Ich habe dich immer auf Abstand gehalten, weil ich geahnt habe, dass es nicht nur mich gab. Du hättest mir das Herz brechen können, wenn ich dich doch nur hinein gelassen hätte.

What do you think?

Your email address will not be published. Required fields are marked *

No Comments Yet.

Previous
Die Kunst des Alleinseins
To The Boy Who Could Have Broken My Heart