Rom Guide: Auf den Spuren von Lizzie und Paolo

Wer bei einem Kurztrip nach Rom nicht sofort an den Lizzie McGuire Film und die Romanze mit dem Hochstapler Paolo denkt, der hat eindeutig viel in seinem Leben verpasst! Durch eine gute Freundin von mir bin ich dann nach 23 Jahren auch endlich mal in Italien gelandet. Eigentlich gehört Italien zu diesen 0815-Urlaubsorten der Deutschen, nicht wahr? Das muss allerdings noch lange nicht heißen, dass man nur den Standard-Touri-Shit durchziehen muss. Es gibt für euch gute und schlechte Nachrichten. Die schlechte Nachricht: der Trevi-Brunnen ist leider überhaupt nicht so idyllisch wie auf irgendwelchen Bildern oder Videos. Es gleicht viel mehr dem Primark am Alexanderplatz um 15 Uhr an einem Samstag – am besten noch während der Ferienzeit. Die gute Nachricht ist: Rom hat glücklicherweise so viel mehr zu bieten als die Standard-Sehenswürdigkeiten.

Trastevere 

Nachdem sich unser Hotel als Airbnb entpuppt hat, hatten wir auch die Vorteile eines Airbnbs: Insiderwissen von Einheimischen. Ein Tipp der lieben Dame war es in den Stadtteil Trastevere zu gehen und dort herumzulaufen, Musik am Piazza Trilussa zu hören und dort Essen zu gehen, da es günstiger als direkt im Stadtzentrum ist. Außerdem gibt es dort tollen Streetart zu begutachten. Falls ihr dort nicht die Spaghettis eurer Träume findet wie Ethan bei Lizzie, dann kann ich euch auch nicht weiterhelfen.

Hoch hinaus auf den Petersdom

Ein bisschen Kultur muss selbstverständlich auch mit dabei sein und ich kann euch nur die Führung “Petersdom: Bevorzugter Einlass und Führung” ans Herz legen. Wir waren insgesamt zu viert und wurden von einer Schweizerin durch den Petersdom geführt, mussten nirgendwo anstehen und haben viele Informationen bekommen. Die ganze Führung war wirklich ein Abenteuer. Es ist so krass eng und heiß (wir waren dort im Juni, als es 31 Grad hatte), wenn man die Stufen zum Petersdom hinauf läuft. Ich frage mich wirklich wie das Menschen schaffen, die etwas mehr auf den Rippen haben.

Früh aufstehen lohnt sich

Wie auch für andere Dinge im Leben gilt: der frühe Vogel fängt den Wurm. Sei es der Trevi-Brunnen, die Spanischen Treppen oder das Kolosseum: in Rom sind viele Touristen unterwegs und es ist an diesen Plätzen wirklich sehr voll. Am Trevi-Brunnen haben wir uns sage und schreibe 3 Minuten aufgehalten, weil es einfach so unerträglich war zwischen all den Menschen, die sich dort inmitten der Selfiesticks eingequetscht haben. Ich kann euch sagen: egal wie man es zu der Zeit anstellt, da kann kein schönes Bild dabei rum kommen – und von der Atmosphäre brauche ich ja erst gar nicht anfangen.

Packt gutes Schuhwerk ein

Falls ich eine Sache von meinem Vater über Rom gelernt habe, dann das die Straßen “schrecklich” sind und so wie ich ihn kenne würde er am liebsten erstmal alle Straßen aufreißen und neu asphaltieren. Da das aber nicht so easy peasy geht rate ich euch lieber gute Schuhe anzuziehen, denn in Rom kann man eigentlich so ziemlich alles per Fuß erreichen. Laut unserer AirBnb-Gastgeberin lohnt sich ein Sightseeingbus auch nicht, da dieser nicht durch die engen Gassen hindurch fahren kann und man im Endeffekt dann sowieso wieder alles laufen muss. Wir sind immer zum Piazza Venezia gefahren und von dort aus im City Center umher geschlendert.

Piazza della Madonna

Wer Abends in mitten von (gefühlt) nur Einheimischen umgeben sein möchte, sollte zur Aperitivo-Zeit dort hingehen. Dort gibt es viele kleine Restaurants und Stände, an welchen man sich Wein, Essen und kleinere Snacks kaufen kann. Generell ist das Viertel “Monti” sehr beliebt und bietet einige tolle Möglichkeiten, um die Zeit zu vertreiben.

Obwohl ich kein Abenteuer à la Lizzie McGuire in Rom erlebt habe, war der 4-Tägige Trip dorthin sehr heiß, kulinarisch hochwertig (das italienische Essen hat nicht umsonst einen so guten Ruf) und am Ende auch ein wenig verpeilt. Der krönende Abschluss war nämlich, dass wir auf dem Weg zum Flughafen, erstmal zum falschen Flughafen gefahren sind. Das ist uns natürlich erst aufgefallen, als ich zur Gepäckaufgabe gegangen bin. Ihr wollt nicht wissen wie schnell meine Freundin und ich im Taxi saßen und auf dem Weg zum anderen Flughafen waren – der lag, wie soll’s auch anders sein, auf der anderen Seite der Stadt. Und das Morgens um 8 Uhr inmitten des Berufsverkehrs. In diesem Sinne: Volare – oh, oh!

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