Puglia: Ein Roadtrip durch den Süden Italiens

Wenn ich an einen Roadtrip denke, dann kommen mir sofort einige Bilder in den Kopf: ein Cabrio, wallende Haare im Wind, gute Musik, ein bisschen Romantik und das ganze hat auch einen Hauch von Dramatik (immerhin könnte man ja eine Panne haben). Nope, nicht in dieser Story!

Meine Reise durch den Süden Italiens fand mit einem Fiat 500 statt, wir haben im Auto laut Louis Louis von Kay One gegrölt und das Auto mit unserem Gepäck bis oben hin gefüllt – was allerdings eher an der Luftmatratze lag.

“Na, wo wart ihr denn jetzt genau?” – diese Frage durfte ich mir damals sehr oft anhören. Meine Antwort darauf lautet: “Im Absatz des Schuhs!”, genau dort liegt nämlich Puglia. Bis vor einem Jahr hatte ich absolut keine Ahnung wo das liegen soll. Das ist allerdings traurig, denn Italien ist nicht nur Mailand, Rom oder Venedig.

Torre dell’Orso

Wir sind von Rom nach Brindisi geflogen und von dort aus ging der Roadtrip los. Der erste Halt hieß Torre dell’Orso. Ich wusste ehrlich gesagt nicht viel über die Stadt und wir wohnten auch ein bisschen außerhalb. Ein absolutes Highlight was ihr hier nicht verpassen dürft ist “Grotte della Poesia Piccola e Poesia Grande”. Es handelt sich dabei um eine Grotte und es war immer etwas los. Die gesamte Umgebung versammelt sich dort, springt von den Felsen und genießt das klare Wasser. Obwohl ich der Schisser des Jahres bin, habe ich mich irgendwann mal getraut von einem mini-mini Felsen zu springen. Also unbedingt dort hin – selbst wenn es nur für einen Nachmittag ist!


Lecce

Lecce war wohl die Überraschung dieses Trips. Ohne irgendwelche Erwartungen sind wir in die Stadt gefahren und ich war sofort von der Atmosphäre und der Architektur begeistert. Außerdem muss ich noch anmerken, dass ich in Lecce die absolut beste Pizza meines Lebens gegessen habe. Laut meinen Recherchen muss es sich dabei um das Restaurant “Il Quinto Pizze E Delizie” gehandelt haben.

Ostuni

Die weiße Stadt: Ostuni! Nachdem wir dort eine etwas merkwürdige Ankunft hatten, weil uns circa jedes männliche Wesen von oben bis unten gemustert hat, war im Endeffekt dann doch alles okay. Wir haben sogar in einem sehr traditionellen Haus gewohnt. Auf Airbnb gibt es einige dieser Häuschen mit den Wölbungen. Die Stadt hat definitiv sehr viel Charme, aber mehr als einen Tag muss man sich hier nicht aufhalten.

Alberobello

Auf der Durchfahrt haben wir noch einen Abstecher in Alberobello gemacht. Es war ganz interessant eine UNESCO Stätte anzusehen. Leider war dieser Ort aber sehr überrannt und die Bilder, die ich gemacht habe waren eher die Ausnahme, da die Straßen alle sehr voll und touristisch waren. Es war ganz schön mal dort gewesen zu sein, allerdings ist es nichts, dass man uuuunbedingt mal gesehen haben muss.

Polignano A Mare

Mein Herz schlägt für Polignano a Mare. Dieses kleine Städchen hat es mir wahrhaft angetan und ich würde sofort wieder zurück gehen. Unser Bed & Breakfast lag wirklich im Herzen der Stadt und wir sind jeden Morgen an diesem gigantischen Ausblick vorbei gelaufen. Die Bucht, die man überall sieht, ist einfach nur ein Traum zum Sonnen. Ich habe mir dort einen richtigen Sonnenbrand eingefangen, da ich den ganzen Tag in meiner Luftmatratze auf dem Meer umher geschippert bin. Aber es war so unglaublich toll!

Puglia ist ein sehr schöner Fleck Erde und ich kann es wirklich nur jedem Empfehlen dort mal umher gefahren zu sein und die kleinen Dörfer und Städchen zu erkunden. Wir waren teilweise in Regionen unterwegs, in welchen niemand Englisch gesprochen und die Kommunikation mit Händen und Füßen stattgefunden hat. Irgendwie war das toll und hat einen daran erinnert wie klein die liebe Welt doch ist und das Kommunikation nicht immer nur Sprache ist.

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