Die Kunst des Alleinseins

Posted on Location:
Alleinsein. Ich, nur ich und sonst niemand ist mit mir. Das bedeutet dieses Wort doch eigentlich. Ich und meine Gedanken. Das Gedanken sehr ungesund und hart sein können das ist nun wirklich kein Geheimnis. Ich glaube ich bin in den letzten Monaten mehr gewachsen als mir wirklich bewusst war. Ich würde behaupten ich war mehr alleine mit mir beschäftigt als die Jahre zuvor und habe diese Entscheidung ganz bewusst getroffen. Diese Zeit, die du dir selbst widmest, die kann einiges bewirken. Was soll ich denn plötzlich mit mir selbst anfangen – ohne Bespaßung oder jemanden der mich unterhält. Einfach nur ich und mein Kopf, die Dinge, die ich hoffentlich auch mein sonstiges Leben mit mir herumschleppe. Und die sollen mir nun plötzlich so viel Input liefern, dass ich mich nicht zu Tode langweile und nicht weiß was mit mir anfangen?
Den Entschluss, dass ich mehr Zeit für mich brauche, kam letztes Jahr. Ich war im letzten Jahr viel unterwegs und manchmal, da habe ich mich dabei erwischt wie ich alles “schnell, schnell” machen wollte. Das fing bei der Fahrt zum Flughafen an und endete damit, dass ich auch auf Reisen oder beim stinknormalen Einkauf in Berlin (ohne jeglichen Zeitdruck) immer unter Strom stand. Immer hatte ich das im Kopf was als nächstes anstand. Selbst, wenn dieses “nächste” erst am anderen Tag war oder in ein paar Stunden. Ständig unter Strom, ständig davon verfolgt was ich machen oder wo ich sein sollte. Ohne mich mal zu fragen: hey, was will ich eigentlich?
Und nun stehen wir vor dem nächsten “Problem”: ja, was will ich denn eigentlich nun? Die meisten von uns können sehr schnell sagen was sie nicht wollen. Es aber auf den Punkt zu bringen was wir wollen und wie das Ganze aussieht, das können die wenigsten. Vielleicht liegt es daran, dass wir es nicht einmal selbst wissen oder, dass wir uns nicht einschränken wollen mit dieser Aussage. Es könnte ja immerhin sein, dass etwas Besseres um den Weg kommt. Ich habe festgestellt, dass das “Alleinsein” nicht schlimm ist. Zumindest nicht für mich. Ich bin gerne Zuhause, arbeite an Projekten, male etwas, schreibe ein Lied oder singe ein altes Lied auf der Gitarre. Und dann… am Ende des Abends ist es wie heute plötzlich nach 20:00 Uhr und ich denke mir so: ach krass, du hast den ganzen Tag irgendwas vor dich hingewerkelt und warst so selten am Handy. Gestern war dieses Werkeln drei Bilder, die ich gemalt habe.
T-Shirt – Primark | Hose – Topshop | Boots – Vagabond | Lippenstift – MAC Diva

What do you think?

Your email address will not be published. Required fields are marked *

No Comments Yet.

Previous
Wann werde ich endlich erwachsen?
Die Kunst des Alleinseins