Die Hotel-Horror Story aus New York

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New York ist dreckig, laut und stinkt in jeder Ecke – und trotzdem handelt es sich bei dieser Metropole um die, meiner Meinung nach, tollste Stadt. Ende August habe ich mich also nach vier Jahren wieder auf den Weg dorthin begeben. Die erste Frage an mich selbst war: “warum bin ich nicht viel öfter hier?!“.

Die New York Reise begann dieses Mal weniger gechillt als im Jahr 2014. Nachdem meine Schwester und ich “spontan” im Februar des Jahres entschieden hatten, dass wir im September 2018 nach New York reisen wollten waren die Flüge schnell gebucht. Allerdings ist New York ein beliebtes Reiseziel und wir wollten dennoch ein bisschen auf das Budget achten (immerhin wussten wir, dass wir New York nicht mit leeren Koffern verlassen würden).

Die Sache mit den Hotels in New York ist etwas tricky. Wir wollten in Manhattan sein, um extrem lange Wege mit der Subway zu meiden, aber gleichzeitig auch nicht ein Vermögen ausgeben. Ein Hostel ist für uns beide nicht in Frage gekommen und auf das Teilen eines Bads hatten wir auch nicht so Lust – Airbnb war ebenfalls so gut wie ausgebucht. Na gut, also buchten wir das Hotel Pennsylvania. Die Kommentare waren okay, es wurde ein paar Mal angemerkt, dass das Hotel etwas in die Jahre gekommen ist, aber wir wollten dort hauptsächlich nur schlafen.

 

 

 

Bringen wir es auf den Punkt: das Hotel Pennsylvania ist nicht nur in die Jahre gekommen, sondern absolut nicht das was sie auf der Website anpreisen. Wir hatten an einem Tag 3 (!) unterschiedliche Hotelzimmer zu Gesicht bekommen. Das erste hatte Schimmel, beim zweiten funktionierte die Tür nicht richtig und beim letzten war alles halbwegs okay. Der Vorhang war kaputt, der Badewannen-Belag war total abgesplittert, die Klimaanlage miefte und das ganze war einfach nicht so koscher. Aber wir dachten: Augen zu und durch – wir sind in New York! Yay!

 

Die Spitze des Eisbergs wurde dann erreicht, als Nachts ein mega lautes Geräusch aus dem Bad kam und es einfach nicht zu lösen war. Selbst als ein Elektriker zu uns ins Zimmer kam, um die Lage zu checken sagte er: “ja, irgendwo kommt ein Geräusch her… aber woher kann ich nicht sagen.” und zuckte mit den Schultern und war dann auch wieder weg. Ich machte mich also auf den Weg an die Rezeption um 3 Uhr Morgens – ich wollte einfach nur noch Weg und mein Geld zurück haben. Ein ewig langes Gespräch an der Rezeption und ein ewig langes Telefonat mit Booking.com später: wir dürfen raus und bekommen das Geld zurückerstattet. Für diese wundervolle Nacht durften wir natürlich trotzdem bezahlen.
En trance habe ich dann mitten in der Nacht das Hilton Hotel im Fashion District gebucht und frage mich im nachhinein: warum nicht schon früher? Als wir die Lobby des neuen Hotels betraten waren wir so aufgeregt, als ob wir New York zum zweiten Mal ein erstes Mal betreten würden. Die Frau am Empfang war unglaublich nett und man hätte meinen können, dass sie von unserem Pennsylvania-Trauma gehört hat. Das neue Hotelzimmer war einfach der absolute Hammer und als ich die Aussicht gesehen habe konnte ich mir ein lautes “Ahhhh!” nicht unterdrücken, denn wir konnten nun von unserem Zimmer aus das Empire State Building sehen (OMG hoch 1000).

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