empire state of mind 🧠

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berlinski love ❤️

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f e a r l e s s i n n a p o l i 🕴🏼

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makes me miss portugal so much 🇵🇹

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birthday kiddo 🥰

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all white city in italy 🍝

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monday mood 💛

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true love since ’15 💞

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Das Alter Ego

Egal ob sich Lady Gaga als Jo Calderone ausgibt, Beyoncé zu Sasha Fierce wird oder Prinz Pi zu Prinz Porno mutiert. Sie haben alle eines Gemeinsam: sie sind mehrere Persönlichkeiten, die in einer Person stecken. Hin und wieder finden wir uns alle in einer Art Fremdkörper wieder. Der Eine, sobald er in den Urlaub fliegt und der andere vielleicht sogar, wenn er sich von bestimmten Personen umgibt. Was ist es also, dass in uns drin schlummert, auf der Suche nach dem Unbekannten und dem Inneren “Ich”, dass sich nicht unterdrücken lässt? Karneval ist die perfekte Gelegenheit um endlich die, der oder das zu sein was man schon immer sein wollte.

In meinem Fall war ich dieses Jahr als Barbie und als Playmate unterwegs. Die Welt als Barbie eröffnet mir als Brünetten schon eine Tür, welche ich noch nie betreten habe: das Leben als Blondine. Irgendein Mensch kam wohl irgendwann auf die Idee, dass Blondinen mehr Spaß haben. Nach meinen zwei Nächten kann ich das nicht ganz bestätigen. Viel mehr auffallend waren die vielen Leute, die mir “Barbie!” entgegen gerufen haben und davon ausgegangen sind, dass meine Haare tatsächlich blond sind. Shoutout also an den Asia-Händler, von dem ich die Perücke für 18 € gekauft habe. Eine Sache, der ich tatsächlich nachtrauere ist mein Outfit. Ich war das erste Mal im Pyjama feiern und es war der absolute hammer!

In der Welt eines Playmates inklusive tiefem De­kolle­té sieht die Welt dann doch etwas anders aus. Nach dem ersten Abend mit der blonden Perücke hatte ich entschieden, dass ich als Playmate doch lieber Brünett bin. Die Bunny-Ohren haben gewackelt wie sonst noch etwas, die Fliege verrutschte den halben Abend und der Ausschnitt war dank doppelseitigem Klebeband gesichert – das Outfit war also im Vergleich zur Barbie leider weniger bequem, aber nicht weniger ein Hingucker. Überraschenderweise wurde man als Playmate weniger angesprochen. Das mag nun an dem steigenden Alkoholpegel am Samstag liegen oder an der Tatsache, dass das Outfit einfach nicht so einladend war wie das der Barbie. Hier könnten jegliche Theorien aufgestellt werden. Fakt ist, nur weil der Ausschnitt tiefer ist muss man noch lange nicht mehr angesprochen werden.

Egal mit welchem Outfit, umgab uns in Köln irgendwie eine andere Luft. Es ist fast so, als hätte man in der Heimat eine Art Brille auf die sagt: “sprich-mich-ja-nicht-an”. In Köln ist die gesamte Türsteher Belegschaft dein größter Fanclub und schenkt dir Big Macs, die Barkeeper verteilen Shots for free und der DJ spielt auch endlich mal das Lied, dass du dir gewünscht hast (und nicht erst am Ende des Abends).

Woran das nun genau liegt, dass kann wohl keiner Beantworten. Mit Sicherheit haben einige Leute auch schon diese Erfahrungen in anderen Ländern und Städten gemacht – aber an unserem eigentlichen Wohnort… da passiert das doch eher selten. Wie wäre es, wenn wir ein bisschen mehr von unserer Alter-Ego-Ausstrahlung nach Hause mitnehmen und den “Sprich-mich-ja-nicht-an-Blick” nur noch Aufsetzen, wenn uns jemand Frühmorgens volllabern will? Ich persönlich bin ja dafür! Mal schauen wie lange ich die Barbie/Playmate-Aura noch mit mir herumtragen kann.

 

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