3 Stunden in Neapel

Nachdem ich meinen Führerschein bestanden hatte gab es eigentlich nur wenige Autofahrten, bei welchen man Grund zum Schreien hatte (zumindest meiner Meinung nach). An diese abenteuerliche Fahrt kann ich mich allerdings sehr gut erinnern: Ladies and Gentlemen, ich habe es geschafft in Neapel zu fahren ohne das irgendjemand zu Schaden gekommen ist. Meine Stimmbänder haben etwas gelitten, ich gebe es ja zu und mein Herz ist ab und an kurz stehen geblieben – aber alle Beteiligten inklusive dem Auto haben überlebt und das ist die Hauptsache. Eigentlich bin ich der Meinung, dass ich dafür fast eine Art Orden oder so verdient hätte! 😉

Nachdem unser Roadtrip durch Puglia zu einem Ende kam nutzen wir die Chance noch einen Abstecher nach Neapel zu machen, da wir von Rom aus zurück nach Berlin geflogen sind. Die Fahrt dorthin war angenehm und von Trashy-Musik (love it) geprägt.

In Neapel angekommen war es einfach nur heiß (!) und Verkehrslage brachte mich noch mehr zum Schwitzen. Die erste Anlaufstelle war der Aussichtspunkt Castel Sant’Elmo (Kaserne). Eigentlich hatte ich damit gerechnet 5 € Eintritt zahlen zu müssen, aber im Endeffekt sind wir dann gar nicht in die Kaserne rein. Der Aussichtspunkt vor der Kaserne war schön genug und man hatte einen tollen Blick auf den Vesuv und die ganze Stadt.

Der Legende nach wurde die Pizza in Neapel erfunden und einige Pizzerien sagen auch, dass sie die Pizza erfunden haben. Ob das nun stimmt oder nicht ist dahin gestellt – für uns stand fest: wir brauchen eine Pizza! Wir sind dann ein wenig umher gelaufen und haben uns spontan für die Pizzeria Fernando e Carolina entschieden. Die Pizza war auch wirklich sehr gut. Allerdings waren meine Freundin und ich uns beide nicht ganz sicher, ob die Pizza denn auch wirklich besser war als die Pizza, die wir in Lecce gegessen hatten. Sehr schwer zu sagen. Fest steht: die Pizza war geil.

Neapel war in den drei Stunden sehr aufregend und hat mich einige Nerven gekostet. Ich würde definitiv wieder zurückkommen, um die Stadt richtig zu erkunden und die aller beste Pizza zu finden. Die Stadt hatte so eine lebhafte Atmosphäre und es kam mir so vor, als wäre die Hölle los und jede Sekunde könnte einem die nächste Überraschung über den Weg laufen. Neapel, ich komme wieder – aber ohne Auto.

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